Karate Do

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Karate wörtlich übersetzt bedeutet, leere Hand oder Hände und das „Do“, was oft dahinter steht, bedeutet Weg. Demnach bedeutet Karate Do, Weg der leeren Hand (Hände). Ihr ahnt es vielleicht schon, natürlich belasse ich es nicht bei dieser wörtlichen Übersetzung. Mir hat mal ein japanisch sprechender Freund gesagt, im Japanischen hat ein Wort oft mehrere Bedeutungen und manchmal diskutieren Japaner sogar darüber was ein Wort bedeuten könnte aber das wichtigste nach allem was er weiß sei, dass man das Wort welches man verwendet, seinem Gegenüber erklären kann, also zum Ausdruck bringen kann, was es für einen selber bedeutet. Das finde ich unglaublich spannend, wird man doch hier zu Lande, beim Gebrauch eines Wortes, regelrecht darauf festgenagelt, ohne das man nachfragt wie es gemeint ist. Doch das ist ein anderes Thema. Ich möchte euch in diesem Beitrag vielmehr davon erzählen, was für mich das Karate Do oder auch, wie ihr an meinem Website Namen erkennen könnt, Ki Karate Do bedeutet.

Jeder hat seit jeher seinen eigenen Weg im Karate. Es beginnt mit der Wahl der Schule oder Vereins und des Lehrers oder Lehrerin. Alles geschieht aus rein persönlichen Motiven, bewussten und unbewussten. Ich fing mit 14 Jahren an, Karate zu trainieren. Für heutige Verhältnisse spät aber damals gab es kein Kinderkarate. Somit war das ein sehr gutes Alter für den Start des Karate Do. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, obwohl es 35 Jahre her ist. Und wieso kann ich das so gut? Weil ich Feuer und Flamme dafür war, von Anfang an. Karate war immer schon mehr als nur ein Sport in meinen Augen. Ich konnte spüren, wie es mich zu tragen anfing und seitdem habe ich Karate in meinem Gedanken. Kein Tag dieser 35 Jahre verging, ohne das ich an Karate dachte. Was für ein Weg, voller Neugier und kaum zu erwarten könnendes Training aber auch Schmerzen, Zweifel und Enttäuschungen. Das ist nun mal so, Yin und Yang eben. So ging es immer weiter, auf dem Karate Do, denn es gab so viel zu entdecken und das ist auch heute noch so.

Ein weiterer heraus zu hebender Aspekt auf dem Karate Do ist, das Prinzip des Shu Ha Ri. Die drei Wörter stehen für drei Bestandteile des Karate Do. Shu bedeutet in der Karatepraxis, dass ich meinen Lehrern nachahme, sie kopiere, ich sehe was und mache es nach. Ha in der Karatepraxis sagt aus, dass ich das Gelernte an meinen Körper anpasse, es zu meiner einzigartigen Technik mache. Ri dagegen ist der Teil, welcher Neues erschafft und kreiert.

Wenn ich auf mein Karate Do blicke, kann ich dieses Shu Ha Ri Prinzip sehr gut nach vollziehen. Ich habe das Shu gemeistert und bin nun seit einigen Jahren beim Ha, was sehr viel Freude macht. Auch hier gibt es einen Yang Anteil, der so aussieht. Auf der Straße des Ha unterwegs zu sein, bedeutet auch, viele Strecken alleine zu gehen. Man trifft auf dieser Straße immer wieder Weggefährten die auch „ihr“ Karate Do gehen, doch gehen tun ihn alle alleine. Das ist auch wichtig, denn in diesem alleine gehen, verbirgt sich auch ein großer Schatz. Nämlich die Chance sein persönliches Karate Do zu finden. So kam es für mich immer wieder zu kleinen und großen Erkenntnissen und zu meinem persönlichen Ki Karate Do.

Ki Karate Do bedeutet für mich, leere Hände zu haben welche alles nehmen und alles geben können. Und, meine Hände sind offen. Das sind wundervolle Metaphern die mein Ki-Karate zeichnen. Wenn ich mit Freunden trainieren, auf einem Lehrgang bin oder selber einen Lehrgang leite, sind meine „Hände“ offen. Nehmen und Geben in jeglicher Hinsicht, lässt die Energie fließen. Empfangen, weiterleiten, zurückleiten, alles auch Metaphern für das tägliche Leben und nicht nur für eine Karate Technik.

Das ist auch schon die Überleitung für etwas was mir persönlich sehr wichtig ist und das auch Funakoshi Sensei in seinen 20 Regeln des Karate Do, verewigt hat. Karate findet nicht nur auf der Matte, also im Dojo statt, sondern es wird zum Teil eines inneren Weges. Karate Do wird so zum Lebensbegleiter. So praktiziere ich dann 24 h und nicht nur 60 oder 90 Minuten, ein- oder zweimal die Woche. Ich werde somit zum meinem Dojo und trage es mit mir, wohin ich auch gehe.

Wenn euch mein Post zu nachdenken angeregt hat, dann könnt ihr euch selbst die Frage stellen. Was ist der Inhalt meines Karate Do? Was bedeutet „Do“ für mich?

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Empty Hand

Karate literally means empty hand or hands and „Do“, which often is written to it , means, way. Therefor, Karate Do means, path of the empty hand. You may already suspect it, of course I will not leave it at this literal translation. A Japanese-speaking friend once told me, that in Japanese a word often has several meanings and sometimes even Japanese discusses what a word could mean, but the most important thing after all he knows is, that its most important that you can explain the word you use and what it means for yourself. I find that incredibly exciting, since in the west, you are often nailed down by others, using any word, without being asked how it is meant. But that’s another topic. Rather, I’d like to share with you what Karate Do means to me, or, as you can see by my websites name, Ki Karate Do.

Everyone has always had their own way in Karate. It starts with the choice of school or club and the teacher. Everything happens from purely personal motives, conscious and unconscious. I started practicing Karate when I was 14 years old. For today’s circumstances late but at that time there was no Kinderkarate. So, that was a very good age for the start of Karate Do. I remember it very well, even though it was 35 years ago. And why can I do that so well? Because I was fired up, from the beginning. Karate has always been more than just a sport in my eyes. I could feel how it starts to carry and awaken me and since then I have Karate in my mind. Since the beginning, none of a single day went by without me thinking about Karate. What a path, full of curiosity and hardly expectable training but also pain, doubt and disappointment. That’s just how it is, Yin and Yang, always two sides of a medal. So it went on, on the Karate Do, because there was so much to discover and that is still the case today..

Another aspect to be emphasized on the Karate Do is the principle of Shu Ha Ri. The three words stand for three components of Karate Do. Shu means in Karate practice, that I imitate my teachers, copy them, I see something and imitate it. Ha in Karate practice means, that I adapt the learned to my body, make it my unique technique. Ri, on the other hand, is the part that creates and creates something new.

When I look at my Karate Do, I can follow this Shu Ha Ri principle very well. I have mastered the Shu and have been with the Ha for several years now, which is a lot of fun. Again, there is a Yang in it also. Being on the way of Ha, also means going alone on many routes. You meet companions on this routes again and again who also do „their“ Karate Do, but they all do it all on their own. That’s important, too, because going alone on it hides a big treasure. That is the chance to find your personal Karate Do. So it always brought me insights and my personal Ki Karate Do.

Ki Karate Do means for me to have empty hands that can take everything and give everything. And, my hands are open. These are wonderful metaphors that draw my Ki-Karate. When I am training with friends, on a training course or conducting my own course, my „hands“ are open. Take and give in every way, let the energy flow. Receive, pass on, lead back, everything also metaphors for daily life and not just for a Karate technique.

This is already the transition for something that is very important to me personally and that Funakoshi Sensei has perpetuated in his 20 Rules of Karate Do. Karate does not only take place on the mat, ie in the dojo, but it becomes part of an inner path. Karate Do becomes a life companion. So I practice 24 hours and not just 60 or 90 minutes, once or twice a week. So I become my dojo and carry it wherever I go.

If my post has inspired you to think, then you can ask yourself the question. What is the content of my Karate do? What does „Do“ mean to me?

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