Karate Technik im Sezan

Der Kniesitz oder auch Sezan genannt, ist ein wunderbares Trainingstool. Aus dem Sezan habt ihr die Möglichkeit euch ganz auf den Oberkörper zu konzentrieren und gleichzeitig, ja beinahe unmerklich stärkt ihr euren Rumpf und Beine. Wenn ihr nicht ganz runter sitzen könnt, nehmt euch eine Sitzhilfe und macht unbedingt Pausen. Das schont die Knie und eure Aufmerksamkeit bleibt im Oberkörper. Viel Freude beim Nach- oder Mit – Machen!


Varianten des Hüfteinsatzes

Ich freue mich euch mein neues YouTube Video vorstellen zu dürfen. Es geht um die Hüfte und deren Einsatz beim Rückwärts gehen.

Super happy to present you my new YouTube Video.

Oi-Zuki und die Vielfalt

(for english version please scroll down)

Kennt noch der Eine oder der Andere die legendären Lehrgänge der Vergangenheit, wo man Stundenlang lang Oi-Zukis, die Halle rauf und runter lief? Danach sind wir dann immer aus der Halle vor Erschöpfung rausgekrochen. Im Nachhinein konnten wir uns eine Woche lang vor lauter Muskelkater kaum bewegen.

Damals hieß es seitens der Trainer zu uns, wenn du eine Technik verstanden hast, dann gilt das gelernte für alle Techniken. Dieser Aussage kann ich aus meiner heutigen Trainersicht voll uns ganz zustimmen. Das einzige Manko des Vergangenen, die Methodik des Erlernens.

Um unsere Art sich im Karate zu bewegen zu lernen und Karatetechniken adäquat ausführen zu können, benutze ich heute als Basistraining die Übungsmethode des Ki-Karate und die darin enthaltenen Übungsformen. Sie bilden das Grundgerüst, auf dem ich die spezifischen Karatebewegungen aufbauen kann.

Im Laufe meines persönlichen Karate-Do, war mir das Kennenlernen und Praktizieren bestimmter Karatestilrichtungen und anderer Kampfkünste wichtig. Der Beweggrund war Neugier und der Wissensdurst. Ich wollte mehr, mehr Erfahrung, mehr Einblick in die Geheimnisse anderer Künste und ich wollte lernen. Dabei hat mich alles was ich auf diesem Weg lernte und erfahren habe, immer ein Stück weiter im Karate gebracht. Sei es das Ki-Aikido, das American Kenpo, eine andere Karatestilrichtung und vor allem auch die Begegnungen mit den verschiedenen Lehrern und der Austausch mit anderen Kampfkünstlern.

Eine andere Sache war zudem, mein wachsender offener Geist und die Erkenntnis, dass es kaum etwas gibt, dem man das Wort „Falsch“ anhängen konnte. Ich lernte, dass alles im Auge des Betrachters liegt und in seiner Aufschlüsselung und Darlegung der Ausführung an Techniken. Wenn etwas für uns Sinn macht, können wir es nachvollziehen, im andern Fall haben wir keine Vorstellung von dem was wirklich geht.

Wenn du viel weißt und viel kannst, brauchst du am Ende wenig tun um mit dem was du machen möchtest erfolgreich zu sein.

Und, am Ende ist alles Karate, auch das was nicht im Dojo stattfindet. Das ist eines der spannendsten Begebenheiten auf dem Karate-Do. Der Moment an dem man bemerkt, dass sich alles in allem widerspiegelt.

Die Vielfalt dessen was du weißt und kannst, spiegelt sich in einer einzigen Bewegung wieder.

Kata Gankaku

Tanja Mayer 5. Dan Shotokan

Kata aus dem Goju Ryu

Üben der erlenten Kata aus dem Goju-Ryu

Does one or the other know the legendary seminars of the past, where we did for hours Oi-Zukis, running the hall up and down? Afterwards we crawled out of the hall from exhaustion. In retrospect, we could hardly move for a week or so because of muscle soreness.

At that time it was said by the coaches to us, if you have understood one technique, then the learned applies to all techniques. I can fully agree with this statement from my current coaching view. The only drawback of the past, the methodology of learning.

In order to learn how to move in karate and how to perform karate techniques properly, I use today for basic training the exercise method of Ki-Karate and the forms of exercises that it contains. They form the framework on which I can build the specific karate movements.

During my personal karate-do, getting to know and practice certain karate styles and other martial arts was important to me. The motivation was curiosity and the thirst for knowledge. I wanted more, more experience, more insight into the secrets of other arts and I wanted to learn. Everything that I learned and experienced on this way has always brought me a little further in karate. Be it ki-aikido, american kenpo, different karate styles and above all the encounters with the different teachers and the exchange with other martial artists.

Another thing was, my growing open mind and the realization that there is hardly anything, to attach the word „wrong“ to. I learned that everything is in the eye of the beholder and in its decryption and explanation of the execution of techniques. If something makes sense to us, we can understand it, otherwise we have no idea what is possible.

If you know a lot and can do a lot, in the end you do not need to do much to be successful with what you want to do.

And, in the end, everything is karate, including what´s not happening in the dojo. This is one of the most exciting events on the karate-do. The moment you realize that everything is reflected in everything.

The variety of what you know and what you can do is reflected in a single movement.

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Um etwas zu lernen, braucht es Wiederholungen von einzelnen und/oder komplexen Bewegungsabläufen. Wenn wir im Training bemerken, dass wir eine komplexe Bewegung noch nicht beherrschen, dann entgliedern wir sie, suchen uns einzelne Stellen in der Bewegung und üben diese dann im Speziellen. Dafür gibt es dann zumeist auch sogenannte Zubringerübungen. Also Übungen, die uns durch ihre besonderen Eigenschaften helfen, eine Endtechnik in ihrer ganzen Komplexität ausführen zu können. Die Übungsmethode Ki-Karate beinhaltet in ihren Trainingskonzepten solche Übungen.

Nun was hat es aber mit der Zahl „Hundert“ auf sich. Dazu stelle ich dem interessierten Leser meines Blogs eine Frage. Wie oft wiederholt ihr spezielle Bewegungsabläufe, Übungen, Techniken, wenn ihr sie denn im Speziellen üben wollt?

Eine gute Zahl dafür ist die „Hundert“. Noch ein gutes Wort im Zusammenhang mit Übungen ist „Regelmäßig“ und das jeden Tag. Wer sich beim regelmäßigen Wiederholen von Übungen, auf ein bis zwei Mal in der Woche verlässt, wird bald ernüchternd feststellen müssen, dass er/sie immer wieder von Neuem anfängt. Verlernen tut man dabei natürlich nichts aber man lernt auch nichts Neues dazu.

Funakoshi Sensei hat es in Seinen 20 Regeln benannt. Die 11 Regel besagt:

  • Karate wa yu no gotoshi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru.
    Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig wärmst.

Podcast zum Blogbeitrag

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To learn something requires repetition of individual and / or complex movements. When we notice in training that we do not yet master a complex movement, then we dissect it, seek out individual points in the movement, and then practice it in particular. There are then usually also so-called shuttle-exercises. So exercises that help us through their special properties to be able to perform a final technique in all its complexity. The exercise method ki-karate includes such exercises in their training concepts.

Well, what about the number „Hundred“? For that I ask the interested reader of my blog a question. How often do you repeat special movements, exercises, techniques, if you want to practice them in particular?

A good number for this is the „Hundred“. Another good word related to exercises is „Regular“ and that every day. Anyone who relies on regular repetition of exercises, once or twice a week, will soon find it sobering that he / she always starts over. Of course you do not unlearn but you do not learn anything new.

Funakoshi Sensei named it in His 20 Rules. The 11 rule says:

  • Karate wa yu no gotoshi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru.
    True karate is like hot water that cools down if you do not keep it warm.