Tanjas Dojo meets Akitas Dojo

Seminare zu besuchen ist schön und bereichernd. Vor allem wenn der Trainer ein freundliches und ruhiges Wesen besitzt. Wenn dann auch Wissen gepaart mit diataktischem Können vorhanden ist, dann ist es ein perfekter Lehrgang für mich. So war es beim Seminar am 3.3.2018 in Nürnberg, mit Sensei Shinji Akita. Ausgerichtet von Bushido Nürnberg.

Ich hatte richtig Spaß und das was er vermittelte entsprach dem was auch ich mit meinem Ki-Karate lehre nämlich die Basis von Bewegungen. Gewicht fallen lassen am Anfang einer Bewegung, Gelenke locker lassen, Gravitationslinie gleichmäßig nach vorne oder hinten bewegen und über diese Linie rotieren usw. Es war schön zu erleben wie er diese Prinzipien von Bewegung im Karate vermittelt.

Akita Sensei ist ein didaktisch sehr guter Lehrer. Sein Unterricht ist für Weißgurte und Schwarzgurte gleichermaßen wertvoll, denn er vermittelt eine hervorragende Basis für alle Karate praktizierenden. Ich kann seine Lehrgänge jedem weiterempfehlen und freue mich schon darauf, wenn er im April ganz in meiner Nähe, beim Karate Dojo Calw, zu Gast ist.

Seminar mit Sensei Shinji Akita

Akita Sensei und ich

 

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Um etwas zu lernen, braucht es Wiederholungen von einzelnen und/oder komplexen Bewegungsabläufen. Wenn wir im Training bemerken, dass wir eine komplexe Bewegung noch nicht beherrschen, dann entgliedern wir sie, suchen uns einzelne Stellen in der Bewegung und üben diese dann im Speziellen. Dafür gibt es dann zumeist auch sogenannte Zubringerübungen. Also Übungen, die uns durch ihre besonderen Eigenschaften helfen, eine Endtechnik in ihrer ganzen Komplexität ausführen zu können. Die Übungsmethode Ki-Karate beinhaltet in ihren Trainingskonzepten solche Übungen.

Nun was hat es aber mit der Zahl „Hundert“ auf sich. Dazu stelle ich dem interessierten Leser meines Blogs eine Frage. Wie oft wiederholt ihr spezielle Bewegungsabläufe, Übungen, Techniken, wenn ihr sie denn im Speziellen üben wollt?

Eine gute Zahl dafür ist die „Hundert“. Noch ein gutes Wort im Zusammenhang mit Übungen ist „Regelmäßig“ und das jeden Tag. Wer sich beim regelmäßigen Wiederholen von Übungen, auf ein bis zwei Mal in der Woche verlässt, wird bald ernüchternd feststellen müssen, dass er/sie immer wieder von Neuem anfängt. Verlernen tut man dabei natürlich nichts aber man lernt auch nichts Neues dazu.

Funakoshi Sensei hat es in Seinen 20 Regeln benannt. Die 11 Regel besagt:

  • Karate wa yu no gotoshi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru.
    Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig wärmst.

Podcast zum Blogbeitrag

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To learn something requires repetition of individual and / or complex movements. When we notice in training that we do not yet master a complex movement, then we dissect it, seek out individual points in the movement, and then practice it in particular. There are then usually also so-called shuttle-exercises. So exercises that help us through their special properties to be able to perform a final technique in all its complexity. The exercise method ki-karate includes such exercises in their training concepts.

Well, what about the number „Hundred“? For that I ask the interested reader of my blog a question. How often do you repeat special movements, exercises, techniques, if you want to practice them in particular?

A good number for this is the „Hundred“. Another good word related to exercises is „Regular“ and that every day. Anyone who relies on regular repetition of exercises, once or twice a week, will soon find it sobering that he / she always starts over. Of course you do not unlearn but you do not learn anything new.

Funakoshi Sensei named it in His 20 Rules. The 11 rule says:

  • Karate wa yu no gotoshi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru.
    True karate is like hot water that cools down if you do not keep it warm.

KickBetter

Kicks sind für viele die Herausforderung per se. Es gibt nur wenige, für die Fußtritte eine einfache Übung sind. Oft wirken sie nicht nur ungelenk, bei denen die sich an ihnen versuchen, sondern verursachen beim Übenden auch Schmerzen. Auf Dauer kann so ein Trainingsversuch, wenn er dann über eine längere Zeit hinweg praktiziert wird, schaden in den Gelenken verursachen.

Möchte der Übende Schäden vermeiden und Fußtritte mit Freude und Leichtigkeit vollbringen, ist es nötig ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken und sich beim Üben Zeit zuzugestehen.

Der Körper muss die Bewegung, in all seinen Einzelheiten, verstehen lernen. Auch der Körper hat seine Intelligenz, die gefüttert werden muss. Eine häufige langsame Wiederholung ist wichtig, damit jede Zelle im Körper bei der Ausführung des Fußtrittes mitkommt. Erst wenn der Fußtritt ohne Probleme langsam ausgeführt werden kann, ist es ratsam die Zeit zu verkürzen.

Im Ki-Karate haben wir die Ki-Übungen, die wie Zubringerübungen funktionieren. Auch diese Übungen werden immer langsam und mit größtmöglicher Aufmerksamkeit durchgeführt. Anhand dieses Trainings lassen sich dann fortführend Karatetechniken einbauen.

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For many Practitioners, kicks are a challenge per se. For only a few, kicks are a simple exercise. Often, not only do they seem awkward in trying to do them, they also cause pain for the practitioner. In the long run, such a training trial, if practiced over a long period of time, can cause damage to the joints.

If the practitioner wants to avoid damage and to perform kicks with joy and ease, it is necessary to give them the necessary attention and to allow time for practicing.

The body must learn to understand the movement in all its details. Even the body has its intelligence that needs to be fed. Frequent slow repetition is important for every cell in the body to follow in the process of kicking. Only when the kick can be carried out slowly without problems, it is advisable to shorten the time.

In ki-karate, we have the ki exercises that work like shuttle exercises. These exercises are also performed slowly and with the utmost attention. On the basis of this training can then continue to incorporate karate techniques.

KaratePraktizieren

Wenn man täglich eine Tafel Schokolade isst, wird man ein Ergebnis bereits nach kurzer Zeit sehen können. Ziemlich einleuchtend oder! Genauso ist es mit der täglichen Karatepraxis. Wenn man täglich Karate trainiert, wird man das Ergebnis ebenso nach kurzer Zeit sehen und spüren können.

Mein Meister sagt, „durch tägliche Übung kannst du alles erreichen“.

Es ist aber auch wichtig, was wir täglich üben um etwas zu erreichen. Wenn ich meine Karatetechnik, meine Kata, mein Gespür für die Partnerübungen etc. verbessern möchte, dann muss ich gezielt, mit spezifischen Übungen, regelmäßig trainieren.

Ein weiterer Satz eines Meisters lautet, „Karate lernst du, durch Karate üben“. Das macht Sinn oder! Wenn ich die größtmögliche Aufmerksamkeit, die meiste Übungszeit, in die Karatepraxis stecke, werde ich im Karate Erfolg haben. Wenn ich jedoch mehr Übungszeit mit unspezifischem Krafttraining, Ausdauerlauf, Schwimmen etc. (die Bandbreite ist groß, wenn ich Karatekas zuhöre), dann werde ich vor allem in diesen Disziplinen gut aber nicht automatisch im Karate.

Ein schöner Sixpack am Bauch oder massige Oberschenkel, unterstützen mich nicht dabei einen guten Mae-Geri zu erzeugen. Um das Gleichgewicht auf einem Bein halten zu können, sind vor allem die Füße und ihre Fähigkeiten entscheidend. Außerdem wirkt sich einseitiges und/oder auf Masse forciertes Krafttraining unvorteilhaft für die Haltung, Mobilität und Psyche aus. Ein ausgewogenes, spezifisches Mobility-Training hingegen, kann wahre Wunder bei einer/einem Karatepraktizierenden bewirken.

Wenn der interessierte Leser dieses Blogs sich nun fragt, wie sie/er die Zeit hernehmen soll, ist meine Antwort eine Gegenfrage. Wie lange dauert es wohl eine Tafel Schokolade mit Genuss zu essen? Fünf, zehn Minuten? Wenn man sich jeden Tag 5-10 Min. Zeit nimmt, mit seiner ganzen Aufmerksamkeit, Karate zu praktizieren, wird man von dem Ergebnis begeistert, wenn nicht gar erstaunt sein. In 5 Min. kann man z.B. eine Kata 2-3 Mal konzentriert laufen. Man kann sich 1-2 Ki Übungen herauspicken und üben. Man kann sich eine Partnerübung, mitsamt seinem imaginären Partner, vorstellen und im Geiste üben. Man kann 100 Mae Geri üben etc. Das Training im Verein/Gruppe würde das Ganze noch aufrunden.

Wer sich, in seiner täglich ihm zur Verfügung stehenden Lebenszeit, 10 Min. der Karatepraxis widmet, macht sich selber ein Geschenk. Es wird nach kurzer Zeit zur Gewohnheit werden, wonach Körper und Geist rufen. Ein klein wenig Überwindung am Anfang, mit großer Wirkung auf dem persönlichen Karateweg.

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If you eat a bar of chocolate every day, you will see a result in a short time. Pretty plausible or! It is the same with daily karate practice. If you practice karate every day, you will be able to see and feel the result after a short while.

My Master says, „through daily practice, you can achieve anything.“

But it is also important what we practice daily to achieve something. If I want to improve my karate technique, my kata, my intuition for the partner exercises, etc., then I have to train regularly with specific exercises.

Another sentence of a master is, „You learn Karate, by practicing karate“. That makes sense or! If I put the greatest possible attention, most practice time, in karate practice, I will succeed in karate. However, if I have more practice time with non-specific strength training, endurance running, swimming, etc. (the range is great when listening to karatekas), then especially in these disciplines, I will be fine but not automatically in karate.

A nice six-pack on the stomach or massive thighs do not help me to make a good Mae-Geri. In order to be able to keep the balance on one leg, especially the feet and their abilities are decisive. In addition, unilateral and / or mass-exerted weight training has a disadvantageous effect on posture, mobility and psyche. Balanced, specific mobility training, on the other hand, can do wonders for a karate practitioner.

If the interested reader of this blog now asks how he / she should take the time, my answer is a counter question. How long does it take to eat a bar of chocolate with enjoyment? Fife-ten minutes? If you take 5-10 minutes each day with all your attention to practicing karate, you will be delighted, if not astonished by the result. In 5 min. You can run a kata, concentrated 2-3 times. You can pick 1-2 ki exercises and practice. One can imagine a partner exercise, together with its imaginary partner, and practice in the mind. You can practice 100 Mae Geri etc. The training in the club / group would round up the whole thing.

Anyone who dedicates himself to the Karate practice for 10 minutes in his daily life, makes himself a present. It will soon become a habit, for which body and mind are calling. A little bit overcoming at the beginning, with great effect on the personal Karate way.