Kunst ist Ausdruck

Kunst, beschreibt in meinen Augen, eine unendlich große Bandbreite von Ausdrucksformen, mit denen wir Menschen ausgestattet worden sind, um unser innerstes Erleben, im Außen, im Sichtbaren ausdrücken, performen zu können.

Um das tun zu können, um unser Innerstes nach außen transportieren zu können, brauchen wir ein Medium. Etwas das wir dazu nutzen können, es sichtbar zu machen. Alles ist eine Form von Kunst. Allerdings gibt es noch einiges was es braucht, um das Wort Kunst zu untermalen, hervorzuheben, zu untermauern.

Ästhetik ist eine Eigenschaft, die wir Menschen, im Allgemeinen, einer Kunstform zusprechen. Auch Perfektion in der Ausführung, Detailfokusierung, genauso wie ein Verständnis fürs Ganze, für Zusammenhänge. Manchen Künstlern wird auch eine gewisse Besessenheit nach gesagt oder auch Leidenschaft, welche beim Ausdruck ihrer Kunst zum Tragen kommt. Diese Eigenschaften einer Kunst, sind in allen Bereichen des Lebens und des Wirkens des Menschen in dieser Welt, zu sehen. So auch in der Kampfkunst.

Bedeutet es nun, dass wir eine Kunstform ausführen, welche sich mit der Kunst des Verletzens, gar des Tötens beschäftigt? Oder ist es die Kunst, einen Kampf zu vermeiden, Konflikte friedlich zu lösen? Oder ist es die Kunst, eine Bewegung perfekt auszuführen, seinen Geist und Körper beherrschen zu können?

Diese Fragen werden beantwortet, wenn wir verstanden haben, was unser Innerstes ist und wie und was es zum Ausdruck bringen möchte. Die Kunst die vor allen anderen Ausdruckformen kommt, ist die Kunst zu lieben ohne zu Beurteilen. Die Kunst, Mitgefühl und Verständnis ausdrücken zu können. Das sind die erstrebenswertesten Ausdrucksformen, die wir in uns tragen. Es ist die höchste Form der Kunst – anzustreben – diese in Perfektion, Hingabe und mit Blick auf das Ganze, täglich zum Ausdruck zu bringen.


english version


Art, in my view, describes an infinite range of expressions with which we humans have been endowed in order to be able to express and perform our innermost experience, on the outside, in the visible.

In order to be able to do that, in order to be able to transport our innermost outward, we need a medium. Something we can use to make it visible. Everything is a form of art. However, there is still a lot of what it takes to underline, emphasize and underpin the word art.

Aesthetics is a quality that we humans, in general, attribute to an art form. Also perfection in the execution, focusing of details, as well as an understanding of the whole, for connections. Some artists are also said to have a certain obsession or passion, which comes into play when they express their art. These qualities of an art are to be seen in all areas of the life and action of man in this world. So also in martial arts.

Does it mean, that we are doing an art form, that deals with the art of hurting, even killing? Or is it the art to avoid a fight, to solve conflicts, peacefully? Or is it the art of perfecting a movement, mastering one’s mind and body?

These questions are answered, when we understand what is inside and how and what we want to express. The art that comes before all other forms of expression, is the art of loving without judging. The art of expressing compassion and understanding. These are the most desirable forms of expression that we carry within us. It is the highest form of art to strive for, to express it in perfection, dedication and in view of the whole, every day.

DOKI

Doki, ein weiteres Video auf meinem YouTube Kanal

Doki oder auch „lenken der Energie“, ist eine der Ki-Übungen im Ki-Karate (beschrieben im Buch „Ki-Karate.Übungen“, Seite 117-127).

Doki lehrt dich, mit den Energien umzugehen, die auf dich zukommen und mit denen, die aus dir herauskommen. Ganz gleich ob sie physischer oder nicht physischer Natur sind, letzteres nenne ich gerne „Wellen“. Auch die Beweglichkeit deines Körpers wird durch diese Übungen erhöht.

Es gibt eine Vielzahl an Doki Übungen. In meinem neuen Video auf meinem YouTube Kanal zeige und beschreibe ich einige der Doki Übungen. Mein Trainingspartner ist Marc Sigle von Bushido Esslingen. Marc macht American Kenpo Karate und bereichert seinen Unterricht mit den Ki-Übungen.

Ki-Karate ist eben eine Übungsmethode, Stiloffen ohne Limits.


Doki or „directing the energy“ is one of the Ki-Exercises in Ki-Karate (described in the book „Ki-Karate.Exercises“, page 117-127).

Doki teaches you to deal with the energies that come to you and those who come out of you. No matter if they are physical or not physical, the latter I like to call „waves“. Also, the mobility of your body is increased by these exercises.

There are a lot of Doki exercises. In my new video on my YouTube channel I show and describe some of the Doki exercises. My training partner is Marc Sigle of Bushido Esslingen. Marc does American Kenpo Karate and enriches his lessons with Ki-Exercises.

Ki-Karate is an exercise method, style open without limits.

Ki-Karate kann mehr

Ki-Karate kann mehr aus dir raus holen. Es kann dich beflügeln. Dich motivieren auf die Suche zu gehen, nach deinem persönlichen Karate-Do.

Zugegeben, diejenigen welche auf diese Übungsmethode stoßen, sind schon irgendwie auf der Suche aber es gibt auch immer wieder Zufälle. Sind es wirklich Zufälle? Ich denke nein.

Ich freue mich jedes Mal sehr, wenn jemand Neues in meinem Ki-Karate Seminar erscheint. Ich beobachte dann gerne was passiert, während ich Teile dieser wunderbaren Übungsmethode erkläre und die Teilnehmer zuhören, nachmachen, ausprobieren und sich auf die Suche begeben.

In meinem letzten Seminar vor einer Woche, konnte ich den Zauber dieses Geschehens wieder einmal genießen. Es war eine tolle Gruppe, mit Herz und Kopf dabei. Mehr kann ich mir als Trainerin gar nicht wünschen ausser, dass alle wieder einmal auf einem Seminar von mir vorbeischauen.

Ich bin sehr dankbar dafür, als Ki-Karate Trainerin mein persönliches Karate-Do verwirklicht zu sehen. Vielen Dank an alle Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmer!

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Ki-Karate can get more out of you. It can inspire you. Motivate you to search for your personal Karate-Do.

Granted, those who come across this practice method, are somehow on the lookout, but there are also coincidences. Are they really coincidences? I think no.

I am always happy when someone new appears in my Ki-Karate seminar. I like watching what happens as I explain parts of this wonderful exercise method and the participants search, listen, imitate, and discover.

In my last seminar a week ago, I was able to enjoy the magic of this happening again. It was a great seminar group, with heart and mind at it. I can not ask for more as a Trainer except, that everyone comes to my seminar once again.

I am very grateful to see my personal Karate-Do beeing realized as a Ki-Karate Trainer. Many thanks to all seminar participants!

Der lockere Mae-Geri war ein Teil des Ki-Karate Seminars am 21.10.2018 in Sindelfingen. Das nächste Seminar findet am 17.11.2018 statt.

The relaxed Mae-Geri was part of the Ki-Karate seminar on 21.10.2018 in Sindelfingen. The next seminar will take place on 17.11.2018.

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Karate Do

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Karate wörtlich übersetzt bedeutet, leere Hand oder Hände und das „Do“, was oft dahinter steht, bedeutet Weg. Demnach bedeutet Karate Do, Weg der leeren Hand (Hände). Ihr ahnt es vielleicht schon, natürlich belasse ich es nicht bei dieser wörtlichen Übersetzung. Mir hat mal ein japanisch sprechender Freund gesagt, im Japanischen hat ein Wort oft mehrere Bedeutungen und manchmal diskutieren Japaner sogar darüber was ein Wort bedeuten könnte aber das wichtigste nach allem was er weiß sei, dass man das Wort welches man verwendet, seinem Gegenüber erklären kann, also zum Ausdruck bringen kann, was es für einen selber bedeutet. Das finde ich unglaublich spannend, wird man doch hier zu Lande, beim Gebrauch eines Wortes, regelrecht darauf festgenagelt, ohne das man nachfragt wie es gemeint ist. Doch das ist ein anderes Thema. Ich möchte euch in diesem Beitrag vielmehr davon erzählen, was für mich das Karate Do oder auch, wie ihr an meinem Website Namen erkennen könnt, Ki Karate Do bedeutet.

Jeder hat seit jeher seinen eigenen Weg im Karate. Es beginnt mit der Wahl der Schule oder Vereins und des Lehrers oder Lehrerin. Alles geschieht aus rein persönlichen Motiven, bewussten und unbewussten. Ich fing mit 14 Jahren an, Karate zu trainieren. Für heutige Verhältnisse spät aber damals gab es kein Kinderkarate. Somit war das ein sehr gutes Alter für den Start des Karate Do. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, obwohl es 35 Jahre her ist. Und wieso kann ich das so gut? Weil ich Feuer und Flamme dafür war, von Anfang an. Karate war immer schon mehr als nur ein Sport in meinen Augen. Ich konnte spüren, wie es mich zu tragen anfing und seitdem habe ich Karate in meinem Gedanken. Kein Tag dieser 35 Jahre verging, ohne das ich an Karate dachte. Was für ein Weg, voller Neugier und kaum zu erwarten könnendes Training aber auch Schmerzen, Zweifel und Enttäuschungen. Das ist nun mal so, Yin und Yang eben. So ging es immer weiter, auf dem Karate Do, denn es gab so viel zu entdecken und das ist auch heute noch so.

Ein weiterer heraus zu hebender Aspekt auf dem Karate Do ist, das Prinzip des Shu Ha Ri. Die drei Wörter stehen für drei Bestandteile des Karate Do. Shu bedeutet in der Karatepraxis, dass ich meinen Lehrern nachahme, sie kopiere, ich sehe was und mache es nach. Ha in der Karatepraxis sagt aus, dass ich das Gelernte an meinen Körper anpasse, es zu meiner einzigartigen Technik mache. Ri dagegen ist der Teil, welcher Neues erschafft und kreiert.

Wenn ich auf mein Karate Do blicke, kann ich dieses Shu Ha Ri Prinzip sehr gut nach vollziehen. Ich habe das Shu gemeistert und bin nun seit einigen Jahren beim Ha, was sehr viel Freude macht. Auch hier gibt es einen Yang Anteil, der so aussieht. Auf der Straße des Ha unterwegs zu sein, bedeutet auch, viele Strecken alleine zu gehen. Man trifft auf dieser Straße immer wieder Weggefährten die auch „ihr“ Karate Do gehen, doch gehen tun ihn alle alleine. Das ist auch wichtig, denn in diesem alleine gehen, verbirgt sich auch ein großer Schatz. Nämlich die Chance sein persönliches Karate Do zu finden. So kam es für mich immer wieder zu kleinen und großen Erkenntnissen und zu meinem persönlichen Ki Karate Do.

Ki Karate Do bedeutet für mich, leere Hände zu haben welche alles nehmen und alles geben können. Und, meine Hände sind offen. Das sind wundervolle Metaphern die mein Ki-Karate zeichnen. Wenn ich mit Freunden trainieren, auf einem Lehrgang bin oder selber einen Lehrgang leite, sind meine „Hände“ offen. Nehmen und Geben in jeglicher Hinsicht, lässt die Energie fließen. Empfangen, weiterleiten, zurückleiten, alles auch Metaphern für das tägliche Leben und nicht nur für eine Karate Technik.

Das ist auch schon die Überleitung für etwas was mir persönlich sehr wichtig ist und das auch Funakoshi Sensei in seinen 20 Regeln des Karate Do, verewigt hat. Karate findet nicht nur auf der Matte, also im Dojo statt, sondern es wird zum Teil eines inneren Weges. Karate Do wird so zum Lebensbegleiter. So praktiziere ich dann 24 h und nicht nur 60 oder 90 Minuten, ein- oder zweimal die Woche. Ich werde somit zum meinem Dojo und trage es mit mir, wohin ich auch gehe.

Wenn euch mein Post zu nachdenken angeregt hat, dann könnt ihr euch selbst die Frage stellen. Was ist der Inhalt meines Karate Do? Was bedeutet „Do“ für mich?

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Empty Hand

Karate literally means empty hand or hands and „Do“, which often is written to it , means, way. Therefor, Karate Do means, path of the empty hand. You may already suspect it, of course I will not leave it at this literal translation. A Japanese-speaking friend once told me, that in Japanese a word often has several meanings and sometimes even Japanese discusses what a word could mean, but the most important thing after all he knows is, that its most important that you can explain the word you use and what it means for yourself. I find that incredibly exciting, since in the west, you are often nailed down by others, using any word, without being asked how it is meant. But that’s another topic. Rather, I’d like to share with you what Karate Do means to me, or, as you can see by my websites name, Ki Karate Do.

Everyone has always had their own way in Karate. It starts with the choice of school or club and the teacher. Everything happens from purely personal motives, conscious and unconscious. I started practicing Karate when I was 14 years old. For today’s circumstances late but at that time there was no Kinderkarate. So, that was a very good age for the start of Karate Do. I remember it very well, even though it was 35 years ago. And why can I do that so well? Because I was fired up, from the beginning. Karate has always been more than just a sport in my eyes. I could feel how it starts to carry and awaken me and since then I have Karate in my mind. Since the beginning, none of a single day went by without me thinking about Karate. What a path, full of curiosity and hardly expectable training but also pain, doubt and disappointment. That’s just how it is, Yin and Yang, always two sides of a medal. So it went on, on the Karate Do, because there was so much to discover and that is still the case today..

Another aspect to be emphasized on the Karate Do is the principle of Shu Ha Ri. The three words stand for three components of Karate Do. Shu means in Karate practice, that I imitate my teachers, copy them, I see something and imitate it. Ha in Karate practice means, that I adapt the learned to my body, make it my unique technique. Ri, on the other hand, is the part that creates and creates something new.

When I look at my Karate Do, I can follow this Shu Ha Ri principle very well. I have mastered the Shu and have been with the Ha for several years now, which is a lot of fun. Again, there is a Yang in it also. Being on the way of Ha, also means going alone on many routes. You meet companions on this routes again and again who also do „their“ Karate Do, but they all do it all on their own. That’s important, too, because going alone on it hides a big treasure. That is the chance to find your personal Karate Do. So it always brought me insights and my personal Ki Karate Do.

Ki Karate Do means for me to have empty hands that can take everything and give everything. And, my hands are open. These are wonderful metaphors that draw my Ki-Karate. When I am training with friends, on a training course or conducting my own course, my „hands“ are open. Take and give in every way, let the energy flow. Receive, pass on, lead back, everything also metaphors for daily life and not just for a Karate technique.

This is already the transition for something that is very important to me personally and that Funakoshi Sensei has perpetuated in his 20 Rules of Karate Do. Karate does not only take place on the mat, ie in the dojo, but it becomes part of an inner path. Karate Do becomes a life companion. So I practice 24 hours and not just 60 or 90 minutes, once or twice a week. So I become my dojo and carry it wherever I go.

If my post has inspired you to think, then you can ask yourself the question. What is the content of my Karate do? What does „Do“ mean to me?