100.000 und ein neues Video

Es ist nun über ein Jahr her, dass ich mein Video „Yoko Geri-Mobility Training, auf meinem YouTube Kanal veröffentlicht habe. Voller Freude sehe ich die wachsende Zahl an Klicks, jetzt sind es schon fast 100.000 und die über tausend likes und viele Kommentare dazu, in welchen mir die Zuschauer ihre Begeisterung für das Video zukommen lassen.

Nun habe ich ein neues Video zu dem Thema Mobility gedreht und auf meinem Kanal veröffentlicht. In meinem neuen Video geht es um den Ushiro Geri und ich bin jetzt schon gespannt wie es bei den Zuschauern angekommt.


It’s been more than a year since I posted my video „Yoko Geri-Mobility Training“ on my YouTube channel. I am delighted to see the growing number of clicks, now there are almost 100,000 and the more than a thousand likes and many comments in which the audience send me their enthusiasm for the video.

Now I’ve shot a new Mobility video and posted it on my channel. My new video is about the Ushiro Geri and I’m already curious how the audience response will be.


Neue Seminare 2019

Auch im neuen Jahr gibt es wieder Ki-Karate Seminare mit mir. Da Ki-Karate eine stilübergreifende Übungsmethode ist, sind immer Alle auf meinen Seminaren willkommen. Für den Jahresauftakt habe ich bereits 2 Seminare geplant. Am 12. Januar und am 9. Februar geht es los.

Ich freue mich jetzt schon auf ein neues fantastisches Jahr mit meinen Seminarteilnehmern!

>Hier geht’s zu den Ausschreibungen<

Die Chrysantheme – Blume der Nation und Siegel des Kaisers.

Ein sehr schöner und interessanter Artikel von Gunnar Zemke!

Karate and more

Nirgendwo sonst spielt diese Blume eine so besondere Rolle wie in Japan. Zwar wird sie in Korea und gerade in China schon seit vielen Jahrhunderten verehrt und hoch geschätzt, aber in Japan hat sie einen ganz besonderen Status erlangt. Sie ist in der Tat weit mehr als eine Nationalblume. Zugleich Staatswappen und Symbol der Sonne, ist sie eng mit dem Kaiserhaus verbunden.

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Ein intensives Bewegungsstudium

(english version, please scroll down)

Die Übungsmethode Ki-Karate ist ein intensives Studium von äußeren und inneren Bewegungen unseres Körpers und Geistes. Auch wenn man daraus schließen möchte, dass es sich rein um langsame, meditative Bewegungsübungen handelt, ist es in der Praxis anders. Denn im Ki-Karate üben wir auch die praktische Umsetzung in eine Kampftechnik. Die wenn sie effizient ausgeführt wird, kaum im Auge des Betrachters nachvollziehbar ist.

Mit speziellen Ki-Übungen, werden Bewegungsabläufe in einem individuellen Tempo ausgeführt, welches dem Übenden die Möglichkeit gibt, seine Bewegung mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit und mit allen Sinnen zu verfolgen.

Eine Großzahl an Loslass-Übungen ermöglicht dem Praktizierenden angespannte Körperpartien zu entspannen, um Bewegungs- und Energiefreiheit zu erlangen. Mit diesem Hintergrund des losgelöst Seins, kann dann eine sehr schnelle, effiziente Kampftechnik und selbstsichere Haltung entstehen.

Durch die Aufschlüsselung von Bewegungen bekommt der Übende ein tieferes Verständnis für seinen Körper und Geist. Eine tragende Rolle bei den Ausführungen der Ki-Übungen spielt die Zeit die wir für sie einräumen. Das mag nach außen hin den Einschein erwecken, Ki-Karate wäre eine rein meditative Übungsform. Doch für das was man sich zu Beginn genügend Zeit nimmt, trägt am Ende die besten Früchte. Was heißen soll, dass es lohnend ist, bei den Ki-Übungen sich die entsprechende Zeit zu geben. Letztendlich ist der Lohn für die Geduld, effiziente Karatebewegungen ausführen zu können.

An intensive study of movement

The Ki-Karate exercise method is an intensive study of the external and internal movements of our body and mind. Even if you want to conclude that these are just slow, meditative exercises, it is different in practice. Because in Ki-Karate, we also practice in a combat technique. Which, when executed efficiently, is hardly comprehensible in the eye of the beholder.

With special Ki-Exercises, movements are performed at an individual pace, which gives the practitioner the opportunity to follow his movement with the utmost attention and with all the senses.

A large number of free-motion exercises allow the practitioner to relax tense body parts to gain freedom of movement and energy. With this background of being detached, a very fast, efficient fighting technique and self-assured attitude can emerge.

Through the breakdown of movements, the practitioner gets a deeper understanding of his body and mind. A key role in the execution of the Ki-Exercises is the time we give them. This may give the impression that Ki-Karate is a purely meditative form of exercise. But for what you take enough time at the beginning, bears the best fruits in the end. Which means that it is rewarding to give yourself the appropriate time with the Ki-Exercises. Ultimately, the reward for the patience is, to be able to perform efficient karate movements.

Oi-Zuki und die Vielfalt

(for english version please scroll down)

Kennt noch der Eine oder der Andere die legendären Lehrgänge der Vergangenheit, wo man Stundenlang lang Oi-Zukis, die Halle rauf und runter lief? Danach sind wir dann immer aus der Halle vor Erschöpfung rausgekrochen. Im Nachhinein konnten wir uns eine Woche lang vor lauter Muskelkater kaum bewegen.

Damals hieß es seitens der Trainer zu uns, wenn du eine Technik verstanden hast, dann gilt das gelernte für alle Techniken. Dieser Aussage kann ich aus meiner heutigen Trainersicht voll uns ganz zustimmen. Das einzige Manko des Vergangenen, die Methodik des Erlernens.

Um unsere Art sich im Karate zu bewegen zu lernen und Karatetechniken adäquat ausführen zu können, benutze ich heute als Basistraining die Übungsmethode des Ki-Karate und die darin enthaltenen Übungsformen. Sie bilden das Grundgerüst, auf dem ich die spezifischen Karatebewegungen aufbauen kann.

Im Laufe meines persönlichen Karate-Do, war mir das Kennenlernen und Praktizieren bestimmter Karatestilrichtungen und anderer Kampfkünste wichtig. Der Beweggrund war Neugier und der Wissensdurst. Ich wollte mehr, mehr Erfahrung, mehr Einblick in die Geheimnisse anderer Künste und ich wollte lernen. Dabei hat mich alles was ich auf diesem Weg lernte und erfahren habe, immer ein Stück weiter im Karate gebracht. Sei es das Ki-Aikido, das American Kenpo, eine andere Karatestilrichtung und vor allem auch die Begegnungen mit den verschiedenen Lehrern und der Austausch mit anderen Kampfkünstlern.

Eine andere Sache war zudem, mein wachsender offener Geist und die Erkenntnis, dass es kaum etwas gibt, dem man das Wort „Falsch“ anhängen konnte. Ich lernte, dass alles im Auge des Betrachters liegt und in seiner Aufschlüsselung und Darlegung der Ausführung an Techniken. Wenn etwas für uns Sinn macht, können wir es nachvollziehen, im andern Fall haben wir keine Vorstellung von dem was wirklich geht.

Wenn du viel weißt und viel kannst, brauchst du am Ende wenig tun um mit dem was du machen möchtest erfolgreich zu sein.

Und, am Ende ist alles Karate, auch das was nicht im Dojo stattfindet. Das ist eines der spannendsten Begebenheiten auf dem Karate-Do. Der Moment an dem man bemerkt, dass sich alles in allem widerspiegelt.

Die Vielfalt dessen was du weißt und kannst, spiegelt sich in einer einzigen Bewegung wieder.

Kata Gankaku

Tanja Mayer 5. Dan Shotokan

Kata aus dem Goju Ryu

Üben der erlenten Kata aus dem Goju-Ryu

Does one or the other know the legendary seminars of the past, where we did for hours Oi-Zukis, running the hall up and down? Afterwards we crawled out of the hall from exhaustion. In retrospect, we could hardly move for a week or so because of muscle soreness.

At that time it was said by the coaches to us, if you have understood one technique, then the learned applies to all techniques. I can fully agree with this statement from my current coaching view. The only drawback of the past, the methodology of learning.

In order to learn how to move in karate and how to perform karate techniques properly, I use today for basic training the exercise method of Ki-Karate and the forms of exercises that it contains. They form the framework on which I can build the specific karate movements.

During my personal karate-do, getting to know and practice certain karate styles and other martial arts was important to me. The motivation was curiosity and the thirst for knowledge. I wanted more, more experience, more insight into the secrets of other arts and I wanted to learn. Everything that I learned and experienced on this way has always brought me a little further in karate. Be it ki-aikido, american kenpo, different karate styles and above all the encounters with the different teachers and the exchange with other martial artists.

Another thing was, my growing open mind and the realization that there is hardly anything, to attach the word „wrong“ to. I learned that everything is in the eye of the beholder and in its decryption and explanation of the execution of techniques. If something makes sense to us, we can understand it, otherwise we have no idea what is possible.

If you know a lot and can do a lot, in the end you do not need to do much to be successful with what you want to do.

And, in the end, everything is karate, including what´s not happening in the dojo. This is one of the most exciting events on the karate-do. The moment you realize that everything is reflected in everything.

The variety of what you know and what you can do is reflected in a single movement.